„Am Lebensende fern der Heimat“

Es gibt in Berlin sehr viele Menschen aus anderen Ländern. Sie leben schon lange hier. Wenn sie sehr krank sind und sterben, kommen sie aber nicht ins Hospiz.

Darum freuen wir uns, wenn Helfer und Helferinnen aus anderen Ländern bei uns sind. Sie verstehen die Menschen aus ihrer Heimat besser. Und können vom Hospiz erzählen.

Beim Lazarus Hospiz kann man über Unterschiede zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern lernen. Und wie wir einander trotzdem helfen und verstehen können.

Es ist wichtig zu verstehen:

  • warum es schwer ist, wenn man nicht in der alten Heimat ist
  • was jemand braucht, der nicht so gut Deutsch kann
  • wie es ist, wenn Menschen ganz anders mit Krankheit und Tod umgehen als wir selber.

Kooperation mit einem polnischen Hospiz

Das Lazarus Hospiz arbeitet zusammen mit anderen Hospizen. Auch mit einem Hospiz in Polen.

Früher hieß der Ort Auschwitz. Dort haben die Nazis Millionen Menschen getötet. Nur weil sie anders waren.

Heute denken dort alle an die Opfer. Und erinnern an die Verbrechen.
Es gibt dort auch ein Hospiz. Die Leute vom Hospiz haben Berlin besucht. Und wir vom Lazarus haben das Hospiz in Polen besucht.

Wir lernen von einander. Wir machen das, weil Sterben und Trauer für jeden Menschen auf der Welt schwer ist.

Hospiz in der Schule

Alle Menschen können mehr über das Sterben lernen. Auch Kinder.
Wir arbeiten mit Schulen zusammen. Dann können Schüler und Schülerinnen mit 8 oder 9 Jahren viel lernen, zum Beispiel:

  • über Leben und Veränderung
  • über schwere Krankheiten
  • über das, was beim Sterben passiert
  • über Trauer, wenn ein lieber Mensch tot ist
  • über Trösten, wenn jemand trauert

Wir sprechen vorsichtig mit den Kindern. Dann können sie verstehen, was Sterben bedeutet. Und wie verschieden Trauer bei den Menschen ist.

Wir machen das, weil auch Kinder den Tod erleben. Von Geschwistern. Oder von Eltern. Oder von Freunden. Oder von Haus-tieren.