Das Lazarus Hospiz sucht ehrenamtliche Mitarbeiter*innen!

Sie möchten für Menschen am Ende ihres Lebens da sein

Ehrenamtliches Engagement gibt Ihnen die Chance, einer sinnstiftenden, persönlich bereichernden Tätigkeit nachzugehen. Sie können so Ihrem Mitgefühl Ausdruck verleihen und kommen in Kontakt mit Gleichgesinnten und mit Menschen, die sich über Ihre Zuwendung und Ihre Einsatzbereitschaft freuen.

Das Lazarus Hospiz bietet Interessenten an ehrenamtlicher Mitarbeit eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Die Hauptarbeit ist die Sterbebegleitung, hier können Sie:

  • Menschen in ihren letzten Stunden beistehen
  • vertrauensvolle Beziehungen zu schwer erkrankten Menschen
    und ihren Angehörigen aufbauen
  • Spaziergänge unternehmen, Kochen und Backen, letzte Wünsche erfüllen

Daneben können Sie bei uns auch Ihre Energie in sogenannten „patientenfernen“ Tätigkeiten im Hospiz einbringen. Das sind z.B. die Mitarbeit im Förderverein, im Fundraising, in der Öffentlichkeitsarbeit, der Büroorganisation und in unserer Hospizbibliothek, aber auch praktische Tätigkeiten, wie die Mitarbeit in der Hospiz-Küche, die Pflege unserer Grünpflanzen und unserer Sonnenterrasse.

Am Anfang eines freiwilligen Engagements im Lazarus Hospiz laden wir Sie zu einem persönlichen Gespräch ein, in dem Sie Ihre Vorstellungen mit unseren Gegebenheiten abgleichen und Sie alle Ihre Fragen mit uns klären können. Bevor wir mit Ihnen einen Gesprächstermin vereinbaren, bitten wir Sie, den folgenden Fragebogen auszufüllen und per Post, Fax oder E-Mail an uns zurückzusenden.

Sobald wir Ihren Fragebogen (siehe Box) ausgefüllt erhalten haben, setzen wir uns telefonisch mit Ihnen in Verbindung.
Hier finden Sie den Zeitplan: Vorbereitungskurs ab März 2019

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

Vorbereitungskurs

Menschen, die sich gerne in der direkten Sterbebegleitung engagieren wollen, bereiten wir fundiert auf diese anspruchsvolle Aufgabe in einem Schulungskurs vor. Teilnehmer*innen dieses Vorbereitungskurses geben vorab Ihre Bereitschaft, für mindestens zwei Jahre regelmäßig ehrenamtlich in unserem Hospizdienst mitzuarbeiten. Mit Kursbeginn wird eine Gebühr von 250,00 € erhoben, die die Teilnehmer*innen nach zwei Jahren fortlaufender Mitarbeit zurückerhalten. Die Kursgebühr kann auch in Raten gezahlt werden.

Der Vorbereitungskurs (Mehr dazu in der Lazarus Hospiz Aktuell Ausgabe 3/2018) für ehrenamtliche Sterbebegleitung führt die Teilnehmer*innen behutsam in die psychosoziale Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörige ein. Insgesamt umfasst der Kurs 70 Stunden Theorie. Dieser Teil ist aufgegliedert in einen Grundkurs und einen Vertiefungskurs mit mindestens 30 Stunden praktischer Tätigkeit in der Begleitung von Patient*innen.

Grundkurs

Der Grundkurs besteht aus drei Wochenendworkshops und drei einzelnen Abendterminen und erstreckt sich über drei Monate. In diesem Einführungskurs lernen die Teilnehmer*innen die Grundsätze der Hospizbewegung kennen und erfahren Wesentliches über die Rahmenbedingungen für die Hospizarbeit in Deutschland. Die Teilnehmer*innen eignen sich Werkzeuge für die Begegnung mit Menschen in der letzten Lebensphase an. Hierzu zählen u.a.:

  • Schulung in Selbstwahrnehmung und Selbstreflektion
  • Sensibilisierung für die Situationen und Gefühle anderer Menschen
  • Üben von einfühlsamen Kommunikationstechniken (verbal und nonverbal)
  • Erkennen und respektieren eigener Grenzen und der Grenzen anderer Menschen

Die Teilnehmer*innen setzen sich intensiv und auf persönliche Weise mit dem Themenbereich Sterben, Tod und Trauer auseinander. Eigene Trauer- und Loslassen-Erfahrungen bilden dabei die Basis für die Vertiefung des Verständnisses dieser Lebensprozesse.

Textarbeit, Rollenspiele, Gruppen-, Einzel- und Partnerübungen, Arbeit mit kreativen Medien, Fallbeispiele aus der Praxis und der Austausch in der Gruppe sind unsere methodischen Zugangswege. Dies setzt voraus, dass jede/r Teilnehmer*in bereit ist, sich auf eigene Erfahrungen und die eigene Biographie einzulassen, sowie auf die anderer Menschen – zuerst die der anderen Kursteilnehmer*innen, später die der Patient*innen und Angehörigen.

Praktische Erfahrung

Die praktische Tätigkeit in der Begleitung von Patienten beginnt mit dem Ende des Grundkurses. Alle Teilnehmer*innen werden einzeln und individuell in das Tätigkeitsfeld mit seinen Strukturen eingeführt. Die Teilnehmer*innen lernen praktische Möglichkeiten und auch Grenzen der Begleitung kennen und besuchen Patienten ab jetzt regelmäßig ein- bis zweimal wöchentlich.

Der Einsatzort ist entweder unser eigenes stationäres Hospiz, ein Pflegeheim oder das Zuhause eines Patienten. Da der Schwerpunkt unserer Einsätze im ambulanten Bereich (d.h. im häuslichen Umfeld der Betroffenen) liegt, sollten alle Teilnehmer*innen die grundsätzliche Bereitschaft mitbringen, schwerkranke und sterbende Menschen auch in deren Zuhause zu besuchen.

Vertiefungskurs

Der Vertiefungskurs beginnt parallel zu den ersten Begegnungen mit Patient*innen. Er besteht wie der Einführungskurs aus drei Wochenendworkshops und drei einzelnen Abendterminen und erstreckt sich über drei Monate. Die Teilnehmer*innen intensivieren hier noch einmal die Arbeit an einzelnen Themen, wie z.B. Biographiearbeit, Gefahren der Helferrolle und dem Grundverständnis der Trauerprozesse. Die besonderen Herausforderungen in der Begleitung von Menschen mit Demenz wird im Vertiefungskurs eingehend behandelt.

Im Vertiefungskurs haben die Teilnehmer*innen auch die Möglichkeit, sich innerhalb von Besprechungen über ihre ersten praktischen Erfahrungen in der Sterbebegleitung auszutauschen, schwierige Situationen zu reflektieren und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Kursabschluss

Am Ende des Kurses sprechen die Kursleiterinnen einzeln mit der Teilnehmer*in und es werden die Weichen für die zukünftige Tätigkeit im Lazarus Hospizdienst gestellt. Die Teilnehmer*innen haben die Wahl zwischen einer Vielzahl „patientennaher” und „patientenferner” Tätigkeiten.

Damit die Selbstreflexion und das Lernen sich auch nach Abschluss des Vorbereitungskurses fortsetzen, nehmen alle ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in unserem Hospiz fortlaufend einmal im Monat an einer Praxisbesprechung bzw. einer Supervision teil. Die Kursleitung des Vorbereitungskurses wird von einer erfahrenen Palliative Care-Fachpflegekraft übernommen.

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