Headerbild Newsletter Lazarus Hospiz
Ausgabe 76/ November 2025
Logo Lazarus Hospiz Berlin
„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
(Klaus Peter Hertzsch, evangelischer Theologe, Professor, Dichter und Autor)

Wir grüßen Sie herzlich

mit einem Vers aus dem evangelischen Gesangbuch, der auf neue Wege verweist. Auf neuen Wegen befindet sich nun auch unser Hospiz am Wandlitzer See. Erste Gäste wurden aufgenommen und werden rund um die Uhr von einem multiprofessionellen Team gepflegt und begleitet. Lesen sie hier von der Eröffnung.
Wie immer erhalten Sie auch die Einladung zu unserem Forumabend im November und den Ausblick in den Dezember.

Hospiz am Wandlitzer See öffnet seine Türen


„Ich bin begeistert, hellauf begeistert“, sagte Fritzi Haberlandt, ehrenamtlich hospizengagiert und Botschafterin für das Hospiz am Wandlitzer See. Sie freute sich ungemein. Aus gutem Grund: Sie war bei der Einweihung des Hauses bei strahlend blauem Himmel, 16 Grad, Septemberwind, dabei. Das Hospizgebäude, holzverkleidet, passt an diesen Ort, als hätte es schon immer dort gestanden.
© Öffentlichkeitsarbeit Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
v.l.n.r.: Christian Braungard & Katja Möhlhenrich-Krüger, Geschäftsbereichsleitung Altenhilfe; Anette Adam, Verbundleitung Hospize; Fritzi Haberlandt, Schirmherrin; Merle Weiden, Pflegedienstleitung; Jeannette Pella, Geschäftsführung; Daniel Kurth, Landrat; Dr. Melanie Beiner, theologische Geschäftsführung
250 Menschen sind gekommen, um diese Einweihung zu feiern, mit dabei viele Bürgerinnen und Bürger, Spenderinnen und Spender, die der Einladung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal gefolgt waren.
Der symbolische erste Spatenstich erfolgte im Juli 2023, eineinhalb Jahr später, im Sommer, das Richtfest, und nun, im September 2025, die feierliche Einweihung. Das Gebäude des Hospizes beeindruckt durch seine naturnahe, ebenerdige Holzbauweise, ein begrüntes Dach, einen lichtdurchfluteten Innenhof und insgesamt 16 Einzelzimmer. Die fast quadratische Grundform fügt sich in die umgebende Landschaft ein. Große, bodentiefe Fenster und Oberlichter in den Gästezimmern eröffnen den Blick zum Himmel und ermöglichen den direkten Zugang zu einer Terrasse, die selbst mit Pflegebett erreichbar ist. Ein Kräutergarten und Baumpflanzungen lassen die Natur auf dem Gelände allgegenwärtig werden.
Jeder Raum ist modern und wohnlich gestaltet: höhenverstellbare Pflegebetten, warme Farben, ein Schlafsessel für Übernachtungsgäste sowie ein eigener Sanitärbereich. Täglich frisch gekochtes Essen, Angebote wie Seelsorge, Kunst- und Musiktherapie sowie die aktive Einbeziehung der Angehörigen werden das Hospiz zu einem Ort machen, an dem das Leben bis zuletzt intensiv erlebt werden kann.
© Öffentlichkeitsarbeit Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Jeannette Pella, Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Jeannette Pella, Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Sitftung Lobetal, begrüßte die Gäste sowie Partner, die das Projekt möglich gemacht haben. Den geistlichen Impuls setzte Pastorin Dr. Melanie Beiner, theologische Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Sie schlug einen Bogen von Maria aus dem Neuen Testament, die Jesus salbte, zu den Mitarbeitenden des Hospizes, die täglich einen „Mariadienst“ verrichten: pflegen, begleiten, wohltuend da sein. Sie tun dies, weil sie wissen, dass das Leben kostbar ist. Sie tun alles dafür, dass das Leben kostbar als wahrgenommen wird. „Im Hospiz sorgen die „Marias“ dafür, dass du das Kostbare spüren kannst, durch Gesten der Fürsorge und Hilfe in Würde für die Gäste und deren Angehörigen bis zum Lebensende.“
Katja Möhlhenrich-Krüger, Geschäftsbereichsleiterin Altenhilfe, würdigte die Wurzeln der Hospizarbeit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und hob die Pionierarbeit der Diakonissen der Lazarus Diakonie hervor, die vor über 30 Jahren den Impuls für das Berliner Lazarus Hospiz gegeben haben und woraus sich die Hospize in Bad Kösen und Wandlitz entwickelt haben. Sie sagte: „Christliche Nächstenliebe und Gastfreundschaft sind grundlegend für die Lobetaler Hospize“.
Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, erinnerte: „Gott hat uns viel Gutes getan“, und dankte insbesondere den Wandlitzern sowie den zahlreichen Spenderinnen, Spendern und Erblassern.
Bethel-Vorständin Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra begleitete das Projekt von Beginn an und erinnerte an die erste Begehung des Geländes, die Bürgerversammlung und den ersten Spatenstich. Sie verwies auf die Entwicklung der Hospiz-Idee, die in den 1960er-Jahren in England entstand und in den 1980ern nach Deutschland kam. Die Bethel-Stiftung verfügt über neun Hospize, darunter ein Kinderhospiz, vier davon betreibt die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.
Landrat Daniel Kurth betonte, dass es nicht nur um Steine und Mörtel geht, sondern um Würde, Achtung der Individualität und gelebte Menschlichkeit als Leitlinie für die Arbeit im Hospiz. Er lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal: „Das Hospiz zeigt, was möglich wird, wenn wir gemeinsam ein Ziel verfolgen.“
Wandlitz’ Bürgermeister Oliver Borchert würdigte das ehrenamtliche Engagement vieler Wandlitzer und ging auf die kritische Begleitung durch die Gemeinde ein: „Die Diskussionen und Einwände haben am Ende dazu beigetragen, dass das Ergebnis so gut geworden ist.“ Ein Gebäude habe nicht nur einen planerischen, sondern auch inhaltlichen und sozialen Wert. „Mit dem Hospiz und dem benachbarten, inklusiven Reitangebot ist Lobetal in Wandlitz etwas Tolles gelungen.“
Pfarrer Christoph Brust überbrachte Grüße vom Kirchenkreis Barnim und vom Verein Auf dem Drachenkopf, der sich auch in diesem Hospiz engagieren wird. Er betonte die ursprüngliche Funktion von Hospizen als Herbergen für Pilger, Wanderer und Flüchtende – als Orte der Barmherzigkeit. „Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“, zitierte er die Bergpredigt. Mehr solcher barmherzigen Orte und engagierter Menschen brauche unsere Gesellschaft.
Fritzi Haberlandt zog mit ihrer emotionalen Rede alle Anwesenden in ihren Bann. Seit sechs Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich im Lazarus Hospiz Berlin und weiß, wie wichtig Menschlichkeit und Fürsorge sind. Orte, an denen gelebt und gestorben wird, gelacht und geweint, gekocht und gefeiert. Sie dankte den künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dunklen Stunden heller werden lassen.
© Öffentlichkeitsarbeit Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Schauspielerin Fritzi Haberlandt engagiert sie sich seit sechs Jahren ehrenamtlich im Lazarus Hospiz Berlin.
Nach den Grußworten folgte der praktische Teil der Einweihung. Das rote Band wurden durchschnitten, der Haussegen übergeben. Die symbolische Schlüsselübergabe erfolgte durch Katja Möhlhenrich-Krüger und Christian Braungard an Anette Adam, die das Hospiz künftig leiten wird, sowie an Pflegedienstleitung Merle Weiden, die bereits viel Erfahrung in palliativer Pflege mitbringt. Weitere Geschenke wie der Lebenskreis und ein aus Lindenholz geschnitztes Kreuz werden künftig den Räumen Geist und Atmosphäre geben.
Auch das Hospiz-Team wurde vorgestellt: 25 Mitarbeitende aus Pflege, Hauswirtschaft, Sozialarbeit, Seelsorge und palliativer Medizin werden sich in den nächsten zwei Wochen mit dem Haus und den Aufgaben vertraut machen. Als erste teambildende Maßnahme wurde ein Apfelbaum vor dem Hospiz gepflanzt, ganz im Sinne des Zitates, das Martin Luther zugeschrieben wird: „Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Es geht um Hoffnung und darum, den Tagen mehr Leben zu geben.
Mitte Oktober konnten die ersten Gäste einziehen. Weitere Anmeldungen liegen bereits vor. Wandlitz wird damit um einen Ort der Hoffnung reicher.
Aus der Öffentlichkeitsarbeit
Hoffnungstaler Stiftung Lobetal

EINLADUNG

zum LAZARUS HOSPIZ – FORUM

Montag, den 10. November 2025 um 18 Uhr im Festsaal

THEMA:
Palliative Care in der außerklinischen Intensivpflege

GAST:

Roswitha Sterr

Hospizkoordinatorin und freiberufliche Dozentin & Coach
Ein Ausflug in die unterschiedlichen Dimensionen und Ausdrucksarten von Schmerzen, Einblicke aus dem Alltag als Palliativmedizinerin, Wissenswertes zu medizinischen und physiologischen Hintergründen zu Physiologie und Medikation sowie eine hoffentlich gemeinsame, anregende und uns alle weiterbringende Diskussion bzw. gemeinsames Gespräch.
Lazarus Hospiz - Forumabend im Dezember

Der nächste Forumabend findet am 8. Dezember statt. Traditionell zeigen wir im Dezember einen Film. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den Film Nokan.
Gerne dürfen Sie diesen Newsletter auch an andere Interessierte weiterleiten oder Freundinnen und Freunde ermutigen, sich für den Lazarus Hospiz Newsletter anzumelden, damit die Idee der Hospizarbeit noch weiter in die Welt getragen werden kann.
Wenn Sie keine weiteren Informationen von uns möchten, benutzen Sie bitte den Link weiter unten für die Abmeldung.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Lazarus Hospiz

Anette Adam

Leitung Stationäres Lazarus Hospiz

Elizabeth Schmidt-Pabst

Leitung Ambulanter Lazarus Hospizdienst

Bernauer Str. 117
13355 Berlin
Tel: 030 / 46 705 276
Fax: 030 / 46 705 277
E-Mail: lazarushospiz-ambulant@lobetal.de
Web: https://www.lazarushospiz.de

Redaktion: Anette Adam, Andrea Biank und Paul Pomrehn
Logo HStL und Bethel
Email Marketing Powered by MailPoet