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„Der Sarg ist eine Beziehungskiste mit dem Tod.“
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(Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, Chemiker)
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Wir grüßen Sie herzlich
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Mein geflochtener Weide Sarg
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Ende Mai fuhr ich mit dem Zug nach Südwestengland. Ich hatte mich zu einem 5-tägigen Kurs angemeldet, um einen Weide-Sarg zu flechten. Sophia, die Eigentümerin von Woven Farewell, ist eine sehr einfühlsame Lehrerin, die sich auf die Herstellung handgewebter Särge und Urnen spezialisiert hat. Ihre Werkstatt liegt idyllisch auf einem Bauernhof in Devon, umgeben von saftigen Wiesen, sanften Hügeln und Schafherden. Gemeinsam mit drei anderen Frauen verbrachte ich die Woche, um den Sarg zu weben. Wir campten in unseren Autos, aßen zusammen, webten und halfen uns gegenseitig. Die Särge nahmen immer mehr Gestalt an und auch die neuen Freundschaften wurden Strang für Strang gefestigt.
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Ich bin Krankenschwester und habe letztes Jahr den Vorbereitungskurs für Sterbebegleitung beim Ambulanten Lazarus Hospizdienst absolviert. Das Thema Tod beschäftigt mich schon sehr lange und einen Sarg selbst zu flechten sprach mich an. Während des Flechtens dachte ich an Freunde und Familienmitglieder, die nicht mehr hier auf unserer Erde sind und auch an jene, die sich in naher Zukunft von uns verabschieden werden. Das Flechten des Sarges war auch ein symbolisches Werk für mich, ein sich Auseinandersetzen mit der Vergänglichkeit, ein Loslassen von Vergangenem und ein sich Vorbereiten auf die Zukunft, auf den bevorstehenden Schmerz, und gleichzeitig auch ein Feiern und Ehren des Lebens mit einem schönen Kunstwerk, das mit Liebe und Geduld von mir hergestellt wurde. Als der Sarg fertig war, fasste ich den Mut, ihn meiner Mutter zu schenken. Es war nicht einfach, dieses Geschenk anzubieten, denn in meiner Familie wird ungern offen über den Tod gesprochen. Meine Mutter nahm das Geschenk an, wenn auch etwas zögerlich. Es öffnete den Raum für den Dialog über Tod und Sterben, Vergänglichkeit und Trauer, und auch über Geborgenheit, Liebe und Fürsorge. Als ich den Sarg nach Deutschland schickte, lernte ich, dass Sophias geflochtene Särge aus Devon übrigens bei „Atelier Magnolia Bestattungen“ in Berlin angeboten werden.
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Britta Hirsch Ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Ambulanten Lazarus Hospizdienst
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EINLADUNG
zum LAZARUS HOSPIZ – FORUM
Montag, den 13. Oktober 2025 um 18 Uhr im Festsaal
THEMA: Schmerzen. Ansichtssache? Ein offener Vortrag
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GAST:
Dr. med. Susanne Ganepola
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Fachärztin für Hämatoonkologie und Palliativmedizin, von 2005 bis 2012 klinisch tätig, seit 2014 ambulant tätig in der Onkologie Seestraße. Wir betreuen hämatoonkologische Patienten in der Praxis, in der Palliativversorgung betreuen wir daneben auch Patienten mit nicht-onkologischen, palliativen Diagnosen.
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Ein Ausflug in die unterschiedlichen Dimensionen und Ausdrucksarten von Schmerzen, Einblicke aus dem Alltag als Palliativmedizinerin, Wissenswertes zu medizinischen und physiologischen Hintergründen zu Physiologie und Medikation sowie eine hoffentlich gemeinsame, anregende und uns alle weiterbringende Diskussion bzw. gemeinsames Gespräch.
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Lazarus Hospiz - Forumabend im November
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Der nächste Forumabend findet am 10. November statt. Roswitha Sterr, Hospizkoordinatorin, spricht zum Thema Palliative Care in der außerklinischen Intensivpflege.
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Der Hospiz- und Palliativ Verband Berlin lädt ein zum ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom am 19.10.2025 um 18 Uhr
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„Schwer lastet SEINE Hand auf meinem Seufzen“ (Hiob 23,2)
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Warum muss ich so leiden? Womit habe ich das verdient? Wie kann Gott das zulassen? Und wo ist Gott überhaupt, jetzt, wo ich ihn brauche? Fragen über Fragen - Fragen von Menschen in Leid und Not, in Krankheit und Trauer, in Verlusten, in Einsamkeit und Ängsten. Fragen, die wir heute stellen - Fragen, die schon den alttestamentlichen Propheten Hiob bewegten. Unser Klagen und Seufzen benötigen einen Raum, benötigen ein Gegenüber, das zuhört und versteht. Wenn wir Gott unsere Fragen ins Gesicht schleudern, dann helfen uns Menschen an der Seite, die unser Verzweifelt sein mitaushalten, die uns Linderung und Beistand schenken, ihren freundlichen Blick, die uns nicht beurteilen, vielleicht sogar mit und für uns beten… Wir bringen unsere Klagen vor Gott, unsere Ängste, unsere Sorgen, unsere Ohnmacht, unsere eigene Bedürftigkeit. Und wir lassen uns stärken, indem wir miteinander singen und beten, gute Worte hören und einen persönlich zugesprochenen Segen empfangen. Ein tröstlicher Lichtblick zu sein für Menschen in Krankheit, Abschied und Trauer, darum bemühen sich Mitarbeitende im Hospiz- und Palliativbereich, zu ihnen gehören allein in Berlin über 2.500 geschulte ehrenamtlich Engagierte. Zu ihnen gehören aber auch die vielen Ärztinnen und Ärzte, die Pflegekräfte und engagierten Mitarbeitenden in der Palliativ Versorgung, in den Stationären Hospizen, in den Bereichen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene; da sind die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Heimen und Krankenhäusern; die vielen Menschen, die sich in der Trauerarbeit engagieren… Unter dem Dach des HPV-Berlin e.V. verbinden sich die meisten der in Berlin in der Hospiz- und Palliativarbeit engagierten haupt- und ehrenamtlich Tätigen mit ihren Einrichtungen und Institutionen. Der Verband selbst bemüht sich um gute Rahmenbedingungen zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in unserer Stadt.
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Gerne dürfen Sie diesen Newsletter auch an andere Interessierte weiterleiten oder Freundinnen und Freunde ermutigen, sich für den Lazarus Hospiz Newsletter anzumelden, damit die Idee der Hospizarbeit noch weiter in die Welt getragen werden kann.
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Mit herzlichen Grüßen aus dem Lazarus Hospiz
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Anette Adam
Leitung Stationäres Lazarus Hospiz
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Elizabeth Schmidt-Pabst
Leitung Ambulanter Lazarus Hospizdienst
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Redaktion: Anette Adam, Elizabeth Schmidt-Pabst, Andrea Biank und Paul Pomrehn
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