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Ausgabe 32 / Januar 2022

Das Leben gleicht einer Reise, Silvester einem Meilenstein.

(Teodor Fontane)


Wir grüßen Sie herzlich [subscriber:firstname | default:] [subscriber:lastname | default:]

mit den Worten Teodor Fontanes und wünschen Ihnen ein gutes und gesegnetes neues Jahr!
Hinter uns liegt gerade ein solcher Meilenstein und Anette Adam, Leiterin des Stationären Lazarus Hospizes, nutzt die Gelegenheit, für einen kurzen Rück- und Ausblick auf den gegangenen und zu gehenden Weg.
Aus dem Ambulanten Lazarus Hospizdienst stellt sich eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vor, die im vergangenen Jahr ihren Kurs absolviert hat. Wir sind gespannt auf Janne Hülsemann.
Logo Lazarus Hospiz Berlin

Rück- und Ausblick – viel bewegt im Stationären Hospiz

Ein Jahr sind wir nun schon in unseren schönen, neu sanierten Räumen. Es dauerte eine Weile, bis alles seinen Platz gefunden hat und es gemütlich wurde. Viele neue Kolleginnen und Kollegen konnten eingestellt werden und das wachsende Hospizteam musste sich wieder neu finden und definieren, ein kontinuierlicher Prozess. Eine große Unterstützung dabei sind immer die sehr guten Supervisionsstunden, die wir erleben dürfen.
Im alten und im neuen Jahr sind wir dankbar für die wertvolle Arbeit unserer ehrenamtlich Mitarbeitenden, die unseren Dienst auf vielfältige Weise bereichern!
So starten wir ins Jahr 2022 ganz optimistisch – trotz anhaltender Pandemie – und freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit den SAPV-Ärzten, Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegediensten und all denen, die uns verbunden sind.

Es grüßt Sie Anette Adam
im Namen des Hospizteams mit einigen Impressionen aus der Weihnachtszeit
Waldecke Weihnachten
Die weihnachtliche Waldecke ©Anette Adam
Weihnachtskrippe Erzgebirge
Die Krippe aus dem Erzgebirge ©Anette Adam
Wohnzimmer Weihnachten
Das weihnachtliche Wohnzimmer ©Anette Adam
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Anette Adam
Leitung Stationäres Lazarus Hospiz
© Katrin Eglau

Darf ich mich vorstellen?

Janne Hülsemann, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Ambulanten Lazarus Hospizdienst

Im letzten Jahr habe ich, wie so viele andere, durch die Corona-Pandemie sehr viel Zeit zu Hause verbracht. Viele der sonst üblichen Ablenkungen sind weggefallen und ich konnte das Leben mit viel klareren Augen sehen: Was zählt im Leben wirklich und was ist weniger wichtig? Mein Bedürfnis, mich um Menschen zu kümmern und der Welt etwas zurückzugeben, anstatt nur wie selbstverständlich zu nehmen, ist dadurch noch einmal sehr gewachsen.
Schon lange trage ich den Wunsch in mir, Menschen zu begegnen, die den Großteil ihres Lebens schon gelebt haben. Welche Fülle an Geschichten sie zu erzählen haben, welche Höhen und Tiefen sie erlebt und welche Weisheiten und Schlüsse sie daraus gezogen haben, berührt mich sehr.
Die Tatsache, dass ältere Menschen die verschiedenen Schwellen des Lebens, mit denen auch ich umgehen muss, schon genommen haben, finde ich manchmal schwer zu begreifen. Diese Erkenntnis stimmt mich jedes Mal nachdenklich, denn sie fordert mich dazu auf, mir über mein eigenes Leben hier und jetzt bewusster zu werden. Und sie ermöglicht mir gleichzeitig auch eine tiefere und herzlichere Verbindung zu Menschen, deren Lebensrealität mir noch recht fern ist.
Es macht mich traurig, wenn Sterbende aus den verschiedensten Gründen kaum mehr soziale Beziehungen haben und sie ihren Weg allein gehen müssen. Ich empfinde es als eine wichtige gesellschaftliche und soziale Aufgabe, sie nicht allein zu lassen, sie zu begleiten, ihnen zuzuhören und ihnen am liebsten noch die eine oder andere Freude machen zu können.
Im letzten Jahr war ich nach einem Schicksalsschlag selbst schon einmal in einer Ausnahmesituation und habe am eigenen Leib gespürt, wie unheimlich wichtig es ist, ein soziales Umfeld und mir zugewandte und wohlwollende Menschen um mich zu wissen, die ohne Frage für mich da sind. In diesem Ehrenamt möchte ich das verschenken, was mir damals besonders geholfen hat: Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ schreibt Antoine de Saint-Exupéry in „Der kleine Prinz“. Diese Weisheit begleitet mich durchs Leben und mit dieser Einstellung möchte ich Menschen in ihren letzten Tagen und Wochen des Lebens begegnen.
Janne Hülsemann
Janne Hülsemann
Ehrenamtliche Mitarbeiterin im Ambulanten Lazarus Hospizdienst
© Matthias Hülsemann

Lazarus Hospiz Forumabend im Februar

Auf Grund der sich wieder verschärfenden pandemischen Lage müssen wir den Forumabend im Februar leider Absagen. Wann der nächste Forumabend stattfinden wird, können wir leider noch nicht sagen. Informationen dazu erhalten Sie wieder hier!
Gerne dürfen Sie diesen Newsletter auch an andere Interessierte weiterleiten oder Freundinnen und Freunde ermutigen, sich für den Lazarus Hospiz Newsletter anzumelden, damit die Idee der Hospizarbeit noch weiter in die Welt getragen werden kann.
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Mit herzlichen Grüßen aus dem Lazarus Hospiz

Anette Adam

Leitung Stationäres Lazarus Hospiz

Elizabeth Schmidt-Pabst

Leitung Ambulanter Lazarus Hospizdienst

Bernauer Str. 117
13355 Berlin
Tel: 030 / 46 705 276
Fax: 030 / 46 705 277
E-Mail: lazarushospiz-ambulant@lobetal.de
Web: https://www.lazarushospiz.de

Redaktion: Paul Pomrehn, Anette Adam, Elizabeth Schmidt-Pabst, Andrea Biank
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