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"Ich glaube, dass Kino und Magie schon immer eng miteinander verbunden waren. Die ersten Menschen, die Filme drehten, waren Magier."
(Francis Ford Coppola, *1939, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent)
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Wir grüßen Sie herzlich
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mit den Worten des Filmemachers Francis Ford Coppola. Er spricht über die Magie im Film. Diese Magie wurde auch bei der ersten Hospizionale am 13. Februar spürbar, von der Sie um Anschluss lesen können.
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Außerdem stellt sich unsere neue Kollegin Franziska Garhammer vor. Sie ist als Sozialarbeiterin im stationären Hospiz tätig.
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Berlinale? Hospizionale! Premiere im Lazarus-Festsaal / Film und Diskussion um Endlichkeit, Leben bis zuletzt und Lebensmut
Man hätte minutenlang die berühmte Stecknadel fallen hören können, als sich die gut 70 Gäste der 1. Hospizionale am Abend des 13. Februar auf den Film von Helena Giuffrida „So glad I did“ („Ich bin so froh, es getan zu haben“) eingelassen hatten. Umso größer danach dann der Kontrast mit Beifallsstürmen nach dem Streifen und der Auszeichnung der Filmemacherin.
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„Wir schreiben an diesem Abend die ersten Seiten eines neue Kino-Genres mit Filmen über die Endlichkeit, über Tod, Trauer und Lebensmut. Die Hospizionale präsentiert sich als erstes Berliner Filmfestival für Hospiz- und Vergänglichkeitsthemen – ein neues Genre, das Kino mit Lebensfragen verknüpft: Sterben ja, aber vor allem Leben feiern!“, sagte einleitend Moderator Wolfgang Kern (Pressesprecher Hoffnungstaler Stiftung Lobetal). Die zeitliche Nähe zur Eröffnung der Berlinale sei von den Ideengeberinnen Elizabeth Schmidt-Pabst, Leiterin des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes, und der Filmemacherin und Bestatterin Helena Giuffrida gewollt, um einem häufig verdrängten und tabuisierten Thema eine breite Öffentlichkeit zu geben.
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Im Film wurden die letzten Lebenswochen des unheilbar an Krebs erkrankten 46jährigen Bruno im Familien- und Freundeskreis dargestellt. Selten sah man den aus Australien stammenden Rockmusiker allein in Küche, Wohn- oder Schlafzimmer seiner Berliner Wohnung. Seine Ehefrau, seine drei Kinder, seine Schwester, Bandkollegen waren um ihn herum, redeten mit ihm, unterstützen, wo immer es nötig und möglich war. Beeindruckend war das Unspektakuläre, das Alltägliche, das Selbstverständliche im häufig Verschwiegenen, wie bei der gemeinsamen Auswahl eines Begräbnisplatzes, und das Komische im Tragischen, wie beispielsweise der Dialog beim Verbandwechsel am Bein mit dem Kommentar des Todkranken: „Die sollten lieber meinen Kopf auswechseln.“
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So war der Film ganz nah an der Arbeit der Gastgeber der Premierenveranstaltung, des Ambulanten und Stationären Lazarus Hospiz: Es ist möglich, im Sterben das Leben zu feiern. „Endlichkeit sollte keine Angst machen, sollte nicht aus der Sichtbarkeit verbannt werden. Nein: Tod und Endlichkeit gehören zum Leben“, kommentierte Helena Giuffrida.
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Darin waren sich alle in der Diskussion einig, dass der Film genau das in beeindruckender Weise gezeigt hatte. Es gab Fragen, inwieweit der Sterbende die Filmaufnahmen gewollt habe, wie es genau zu einzelnen Kameraaufnahmen gekommen war. Wo die Grenzen oder gar Tabus bei den Filmaufnahmen in den letzten Lebensstunden lagen, wie die Angehörigen mit den Filmarbeiten umgingen und heute mit dem fertigen Film umgehen.
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Elizabeth Schmidt-Pabst (li.), Leiterin des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes, und Filmemacherin und Bestatterin Helena Giuffrida.
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Helena Giuffrida wusste auf alle Fragen eine ehrliche Antwort, gab zu, dass sie in manchen Minuten die Kamera auch genutzt habe, um sich hinter ihr in Extremsituationen zu verstecken. Sie verriet, dass der Film über Brunos Sterben sie zu ihrem neuen Beruf geführt hatte. Sie arbeitet heute als Bestatterin und legt dabei besonderen Wert darauf, Raum und Zeit für einen persönlichen Abschied zu bieten.
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Für Helena Giuffrida ehrt der Film und damit diese Premiere das Engagement der Menschen, die Menschen in ihrer Endlichkeit begleiten, hoffen, ihnen zuhören, die letzten Momente des Lebens miteinander feiern. Bei diesem Festival sind sie die Stars.
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Kein Festival ohne Preisverleihung! Elizabeth Schmidt-Pabst wandte sich an die sichtlich berührte Filmemacherin: „Du schenkst uns eine Perspektive, in der die Endlichkeit ihren Schrecken verliert. Dein Film über Bruno erinnert uns daran, dass das Sterben uns keine Angst zu machen braucht, sondern ein untrennbarer Teil unseres irdischen Seins ist. Für diesen mutigen und ehrlichen Film verleihen wir dir heute die Goldene Magnolie.“ Diese Pflanze werde im Buddhismus als heiliger Baum des Lebens verehrt, sei ein Symbol der Hoffnung. „Hoffnung bedeutet, sich nicht vor dem zu fürchten, was kommen mag. Für mich zeigt dieser Film genau diese Hoffnung.“
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Abspann: Die ersten Seiten der Hospizionale sind geschrieben. Fortsetzung folgt in 2027 und die Berlinale um die Facette Endlichkeit bereichern.
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Aus der Öffentlichkeitsarbeit
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der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
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Vorstellung - Franziska Garhammer, Sozialdienst
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Mein Name ist Franziska Garhammer.
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Ich wurde vor 62 Jahren im Weserbergland geboren, lebe seit 1976 in Berlin, bin verheiratet und habe einen erwachsenen Sohn.
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Seit 1988 bin ich als Sozialarbeiterin tätig.
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Die vergangenen 34 Jahre arbeitete ich in einem ambulanten Pflegedienst der Diakonie.
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Daneben habe ich in den letzten Jahren meine Mutter und auch meine Schwiegermutter als pflegende Angehörige bis zum letzten Atemzug begleitet.
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Mein größter Wunsch war es, die letzten Berufsjahre in einer stationären Hospizeinrichtung zu verbringen.
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Im Herbst letzten Jahres wurde mir die Verwirklichung im Lazarus Hospiz ermöglicht und dafür bin ich sehr dankbar.
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Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen, auf interessante Begegnungen und eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.
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Sozialarbeiterin im Stationären Lazarus Hospiz Berlin
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Lazarus Hospiz - Forumabend im April
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Der nächste Forumabend findet am 13. April statt. Die Gesundheits- und Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin spricht über das Thema Sexualität im Alter.
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Mit herzlichen Grüßen aus dem Lazarus Hospiz
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Anette Adam
Leitung Stationäres Lazarus Hospiz
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Elizabeth Schmidt-Pabst
Leitung Ambulanter Lazarus Hospizdienst
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Redaktion: Anette Adam und Paul Pomrehn
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